Wenn man ein Kollagenprodukt für Tiere entwickelt, kommt früher oder später die Rohstofffrage. Rind? Schwein? Fisch? Knorpel? Haut? Nebenprodukt? Lebensmittelqualität? Genau hier trennen sich viele Wege.

Für MycoMatrix TriCollagen haben wir uns für eine marine Quelle entschieden. Genauer: für Kollagenpeptide aus Fischhaut. Das ist keine romantische Entscheidung und auch kein Versuch, "natürlicher" zu klingen. Es war eine fachliche und ethische Abwägung.
Fischhaut ist reich an Typ-I-Kollagen. Genau dieses Strukturprotein ist für Haut, Bindegewebe, Sehnen und Bänder besonders relevant. Gleichzeitig ist Fischhaut ein Rohstoff, der aus der Lebensmittelverarbeitung stammen kann. Für uns ist das ein wichtiger Punkt: Es geht nicht darum, für ein Supplement eine neue Rohstoffideologie zu bauen, sondern einen bereits in der Lebensmittelindustrie vorhandenen, aber nicht sinnvoll genutzten Rohstoff in ein hilfreiches Produkt umzuwandenl.
Das Produkt ist nicht biozertifiziert. Das sagen wir klar. Bio funktioniert bei dieser Rohstoff- und Verarbeitungslogik nicht. Trotzdem halten wir die Entscheidung für verantwortbar: Die Fische stammen aus der Nahrungsmittelerzeugung, und genutzt wird vor allem ein Teil, der sonst häufig weggeworfen würde.
Auch technologisch ist Fischhaut interessant. Marines Kollagen lässt sich sehr fein hydrolysieren. Für ein Produkt wie MycoMatrix TriCollagen ist das entscheidend, weil wir nicht einfach irgendein Kollagenmehl wollen, sondern ein definiertes Peptidprofil. Unser Ziel ist ein Gesamtprofil von ca. 1.000 bis 1.500 Dalton und mindestens 25 % Tripeptide <= 300 Dalton.
Gerade beim Pferd wirkt die marine Quelle auf den ersten Blick ungewohnt. "Pferde und Fisch" klingt für viele Menschen erst einmal falsch (ggf. aber weniger falsch als "Schwein" oder "Rind". In der Praxis ist die Akzeptanz aber nicht automatisch schlechter, im Gegenteil. Entscheidend sind Geruch, Verarbeitung, Löslichkeit, Futtermanagement und die Frage, ob das Produkt staubt oder im Trog liegen bleibt.
Unsere bisherigen Testungen waren hier ermutigend. Die Akzeptanz war sehr gut, auch bei Pferden. Das ist nicht nur ein nettes Detail, sondern ein entscheidender Teil der Produktqualität. Ein Peptidprofil kann biochemisch noch so spannend sein: Wenn es nicht gefressen wird, bleibt es Theorie.
Wir haben uns aus Überzeugung gegen Zusatzstoffe, Aromen oder komplexe Mischungen entschieden. MycoMatrix TriCollagen besteht aus 100 % marinen Kollagenpeptiden. Keine Füllstoffe, keine Geschmacksversprechen, keine diffuse Kombi-Mischung. Das macht das Produkt klarer, besser dosierbar und einfacher in bestehende Futterpläne integrierbar.
Fischhaut ist für uns also kein Werbebild. Sie ist ein pragmatischer Rohstoff mit klarer Funktion: reines Typ-I-Kollagen, gute technische Aufbereitung, sinnvolle Nutzung eines Lebensmittel-Nebenstroms und eine für die Praxis überraschend gute Akzeptanz.
Genau diese Mischung aus Fachlichkeit und Alltagstauglichkeit ist der Kern des Produkts.






























































